Santorin war mir zusammen mit der Akropolis immer als das Werbebild von Griechenland oder als Kalenderbild bekannt, aber nie als dringliches Urlaubsziel präsent. Das änderte sich, als im Rahmen der Stationierung von 3 Wizz Air Flugzeugen und damit verbunden 19 neuen Routen auch Santorin entdeckte. Diese kosteten kurz nach Veröffentlichung des Flugplans Ende Juni für Abflug Anfang Oktober nur 30 Euro pro Person und das mit angenehmen Abflugzeiten. Wir waren noch am frühstücken, als ich per SMS 3 Std. vor Abflug die Nachricht erhielt, dass sich unser Abflug um 45 Min. verspätet. Lufthansa und Co. wäre das keine Nachricht wert gewesen, weil gängige Praxis.

 
 
 
 

An einem Freitagvormittag gegen 12 Uhr verließen wir die Heimat und fuhren wieder zu unserem Parkplatz in Dortmund Aplerbeck, von wo aus wir mit dem Linienbus in 15 Min. zum Flughafen fuhren. Es folgte ein kurzer Spaziergang zum nahen McDonalds, um dort zu Mittag zu essen. Zurück am Flughafen war zu unserer Überraschung die Schlange vor der Sicherheitskontrolle (für Dortmund ungewohnt) lang. Bevor wir uns aber dort einreihen durften, mussten wir unsere selbst ausgedruckte Bordkarte in eine vom Flughafen (zum Glück am Priority) Schalter umtauschen. Denn bei der Gelegenheit wurde geprüft, ob wir den QR-Code hatten, ohne den man nicht nach Griechenland einreisen darf.

 
 
 
 

Darum muss man sich mindestens 24 Stunden vor Abflug im Internet selber drum kümmern. Insgesamt warteten wir an der Sicherheitskontrolle 30 Min., denn es flogen 4 Flugzeuge innerhalb von 30 Min. Davon 2 nach Bulgarien, dessen Passagiere entweder noch nichts von den 1,5 Meter Abstand gehört hatten oder es ihnen egal war. Da hilft es nur hinter sich den Handgepäck-Koffer als Barriere hinzustellen und einen Schritt nach vorne zu gehen. Es folgten noch 30 Min. warten vor dem Gate, woraufhin das Boarding begann. Insgesamt war der Flug 1 Std. verspätet und der Pilot sprach in seiner Durchsage auch von „technical issues“ Wie ich später im Internet nachsehen konnte, wurde kurzfristig ein Flugzeug von der Basis in Budapest geholt – dafür waren wir mit 1 Std. Verspätung gut bedient.

 
                                                                                  

 

 
 
 

Um 14.30 Uhr starteten wir bei hervorragendem Spätsommerwetter nach Südosten und flogen östlich an Frankfurt vorbei, woraufhin es dann bewölkt wurde und bis kurz vor Athen auch blieb. Über den Alpen war es stellenweise unruhig, da „unten“ ordentlich gewitterte. Über den Balkan weiter nach Süden, wo auch aus 10.5 km Flughöhe die Stadt Athen gut zu erkennen war. Dort ging auch die Sonne unter und der Landeanflug wurde eingeleitet. Dann hinaus auf die Ägäis, wo wir nach genau 3 Std. Flugzeit auf Santorin landeten. Der Airbus A320 wurde quer vor dem Terminal geparkt und nach einem kleinen Spaziergang über das Vorfeld waren wir im Gebäude.

 
 
 
 

Hier wurde von jedem Passagier der QR-Codes gescannt und Körpertemperatur gemessen. Zudem wurden nach dem Zufallsprinzip Passagiere zum Chrona-Test geschickt. Wow, was eine Mühe – würde uns in Deutschland ggf. auch gut stehen... Keine 15 Min. nach der Landung verließen wir bereit das (sich im Bau befindliche) Flughafenterminal und schräg gegenüber dem Ausgang war unsere Autovermietung Glo Bal Rent A Car. Auch hier ging alles sehr zügig, sodass wir nach weiteren 15 Min. schon mit dem Mietwagen unterwegs waren. Und zwar zuerst zu einem Supermarkt im Ort Mesaria, wo wir uns wie immer nach der Ankunft mit Getränken und etwas Obst / Kekse eindeckten.

        
 
 
 
 

Unser Grand View Hotel erreichten wir nach 10 Min. Fahrzeit gegen 19:30 Uhr. Nach kurzem einrichten auf dem Zimmer liefen wir gegen 20 Uhr etwa 10 Min. zum Ort Megalochori. Der Ort entspricht genau dem Bild, welches man von einem traditionellen griechischen Dorf hat. Im Ortskern eine Kirche mit Torbogen, kleine Gassen und Restaurants und alle Häuser natürlich weiß gestrichen. Das Restaurant Raki erkoren wir für uns aus und aßen bei griechischer Live Musik zu Abend. Gut gesättigt liefen wir zurück zum Hotel und setzten uns an die Theke am Pool mit Blick auf die Caldera, denn eigentlich ist Santorin ein eingestürzter Vulkan. Da es gegen 22 Uhr natürlich dunkel war, sah man nichts davon, dafür aber die Lichter der Häuser auf den benachbarten Inseln und man konnte förmlich das Meer riechen.

 
 

            

 

                                                                                                                                                 
 
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