Woche 1

                    

                             Woche 2

 

                              Woche 3


   

20.11.2018 - Reisebericht Namibia - Tag 10 - Namib Naukluft Nationalpark - Sossusvlei - Big Daddy - Big Mama - NamibRand Naturreservat - Bethanie

Reiseblog - Fotoblog - Namibia - Bethanie - Bethanie Guest House

 
 

 
 

Um 7.30 Uhr fuhren wir von unserer Unterkunft Desert Quiver Camp 5 Min. zur Sossusvlei Lodge zum Frühstück. Dann wieder zurück, die Koffer ins Auto und los ging es wieder zum Parkeingang des Namib Naukluft Nationalparks. Wie schon am Vortag folgten wir dem Asphaltband und fuhren die ersten 15 km in gehörigem Abstand zu den Dünen. Dann fuhren wir auf jene zu, welche zunehmend höher wurden und nach 60 km (ab dem Parkeingang) erreichten wir den Parkplatz auf dem für zweiradgetriebenen Fahrzeugen Schluss ist. Von dort kann man sich (für ~ 10 EUR pro Person) zum 4x4 Parkplatz fahren lassen. Unser Renault Duster aber hatte Vierradantrieb, also ESP ausschalten und immer ordentlich auf dem Gaspedal bleiben.

 
 
 
 

Der Sand war mal mehr, mal weniger verdichtet, sodass aber für die 5 km ein 4 WD absolut notwendig ist. Wie man an unserem Beispiel sieht, muss es nicht unbedingt ein großer Jeep sein, es bestand zu keiner Zeit Gefahr stecken zu bleiben (nochmal: solange man nicht vom Gas geht). Vom Parkplatz sieht man schon die riesigen Dünen, sowohl die 325 Meter hohe Big Daddy in der einen und die 300 Meter hohe Big Mama in der anderen Richtung. Wir liefen knapp 1 km durch die Sandebene, bis der Anstieg auf dem Kamm der Big Daddy Düne begann. Die ersten Meter relativ flach ansteigend, bis es schließlich deutlich steiler bergauf ging. Nach 15 Min. und bestimmt schon 100 Höhenmetern wurde es wieder flacher und wir hatten einen schönen Blick auf die gesamte Salzpfanne Sossusvlei.

 
 
 
 

Wir nahmen daraufhin noch den zweiten steilen Anstieg in Angriff, aber bei 180 Metern Höhe (lt. dem I-Phone GPS Höhenmesser) hörten wir auf. Denn wie zu vermuten ist der Aufstieg fürchterlich anstrengend (insbesondere bei 33 Grad Celsius) und von der Stelle wo wir aufhörten, wäre es wieder bergab gegangen, bevor der finale Aufstieg auf 325 Meter erfolgt wäre. Hinunter zum Sossusvlei rutschten wir schließlich auf den Hosenboden hinunter. Unten angekommen liefen wir über die Salz-Ton-Pfanne, in der vereinzelte, schon 500 Jahre alte Akazienbäume stehen, die durch die dortige Trockenheit nicht verrotten. Schon irgendwie ein surreales Bild mit den abgestorbenen Bäumen auf weißen Boden, umgeben von den rot-braunen, riesigen Dünen.

 
 
 
 

Wir liefen knapp 1 km über die Sossusvlei und schließlich einen weiteren Kilometer durch den Sand, bis wir den Parkplatz erreichten. Von dort wieder 5 km mit dem Wagen durch den Sand und weitere 60 km über Asphalt, bis wir den Nationalpark-Ausgang bei Sesriem erreichten. In der Adventure Center der Sossusvlei Lodge fragten wir nach einem Rundflug über das Dünenmeer, was grundsätzlich möglich gewesen wäre. Aber 600 Euro für den 1-stündgien Flug war einfach bedeutend zu viel Geld und es gab auch keine anderen Gäste, welche bereits Interesse bekundet hatten, um sich die Kosten zu teilen. Folglich wäre es in Swakopmund bedeutend einfacher und preiswerter gewesen, von dort einen Rundflug zu machen. Hinterher ist man halt immer schlauer... Nun folgten wieder über 4 Std. Rüttelpiste bis zu unserem Tagesziel Bethanie.

 
 

 
 

Wenn man der Google-Navigation folgt wird man über die C 19 „geroutet“, diese soll aber landschaftlich nicht so interessant sein, wie die C 27 durch das NamibRand Naturreservat. Und so wird es auch sein, denn die Strecke über die C 27 ist einfach genial – wir empfanden es als den landschaftlichen Höhepunkt unserer Autofahrt. Zuerst entlang gelber Sanddünen, aus denen graue, schroffe Berge hinausragten. Zunehmend wurde die Färbung der Berge rot, bis wir nach 50 km Piste das Tor zum NamibRand Nature Reserve erreichten. Hierbei handelt es sich um ein über 2.000 m2 großes Naturschutzgebiet in privater Hand. Dort befinden sich fürchterlich teure Unterkünfte, welche man von der Straße aus natürlich nicht sieht (nur deren Fly-In Cessnas sahen wir fliegen).

 
 
 
 
 

Auch gibt es in dem Gebiet wildlebende Zebras, Giraffen, Leoparden, Springböcke usw., deshalb auch die Einzäunung (die Durchfahrt ist kostenlos und deshalb ohne Eintragen in dicke Bücher). Im Bereich des NamibRand Nature Reserve wurde die Piste schlechter, sodass man nicht mehr mit 90 km/h über die Piste fliegen konnte, sondern nur noch mit 50 km/h vorankam. Die Landschaft kann nicht hoch genug gelobt werden. Teilweise noch vereinzelte rost-rote Dünen, dann wieder weite Ebenen mit roter, gelber und schwarzer Erde – irgendwie eine Mischung zwischen Mond- und Marslandschaft (oder was ich mir darunter vorstelle). Nach 34 km verließen wir das NamibRand Nature Reserve, die Piste wurde wieder besser, aber die Landschaft mit den roten, grauen und schwarzen Bergen blieb einmalig. 

 
 
 
 

Dabei fuhren wir größtenteils geradeaus, bis wir nach 2 Std. Fahrt schließlich auf eine Bergkette zufuhren, wo es kurviger wurde, und wir auf einer schmalten Piste zwischen zwei Bergen hindurchmussten. Dann passierten wir den Ort Sinclar Mine (ich sah nur ein Gehöft mit 3 oder 4 Gebäuden) und nach 240 km Rappel-Piste erreichten wir Helmeringhausen. Bei der Ortsdurchfahrt des 250 Seelen-Ortes hatten wir kurz mal Asphalt unter den Rädern, vermutlich, damit der Ort nicht zu staubt.  Ich sprang noch kurz in den Pool und schüttelte den Staub des Tages ab, woraufhin wir gegen 20 Uhr zu Abend aßen. Dort unterhielt ich mich noch mit einem südafrikanischen Vieh-Händler, der auf dem Weg nach Angola war und war gegen 21 Uhr im Bett.

 
   

  

                                                                                                                                                         

 
                                                                                                                                                        Besucher seit dem 07.07.2003: