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12.11.2018 - Reisebericht Namibia - Tag 2 - Evangelisch-Lutherische Christuskirche - Independence Museum - Tintenpalast - Alte Feste - Prime Minister Office  - St. George's Cathedral - Gathemann House - Independence Av.

Reiseblog - Fotoblog - Namibia - Windhoek - Hilton

 
 
 
 

Die Einreise nach Namibia war eine Geduldsprobe – obwohl eine Boeing 737 weniger als 180 Sitzplätze hat. Was machen die erst, wenn ein vollbesetzter Airbus A330 ankommt. Es dauerte 45 Min. bis wir endlich eingereist waren und unsere Koffer neben dem Kofferband fanden. Am Europcar Mietwagenschalter im Terminal war der Papierkram schnell erledigt. Mir wurde vorgeschlagen ein Video hinsichtlich der Besonderheiten des Linksverkehrs und der angeratenen Fahrweise auf Pisten anzusehen, was ich aber ablehnte. Wir wurden zum nahen Parkplatz geschickt, wo ein Fahrzeug für uns bereitstand. Beim Blick auf das geringe Reifenprofi lehnte ich den Wagen ab, was sich im Nachhinein als richtige Entscheidung herausstellte.

 
 
 
 

Denn wir hatte 0 Reifenschäden in 2 Wochen – jeder Tourist mit dem wir sprachen hatte mindestens einen, ein Pärchen sogar 5! Den zweiten Wagen lehnte ich aus gleichen Gründen ebenfalls ab, bis mir Fahrzeug Nr. 3 zusagte. Folglich musste der Vertrag geändert werden, was Weitere 20 Min. in Anspruch nahm. 1,5 Std. nach der Landung setzten wir uns um 15.30 Uhr mit einem weißen Renault Duster 4 WD mit Diesel Motor (gleiches Fahrzeug wird in Europa von Dacia vertrieben) mit 17.000 km auf dem Tacho und einem vollwertigen Ersatzrad. Ziel war das Stadtzentrum von Windhoek, da der Flughafen 43 Min. nordwestlich der Stadt ist. Unterwegs hielten wir an einer (permanenten) Straßenkontrolle, wo man zum ersten Mal die Bescheinigung sehen wollte, dass unser in Südafrika zugelassenes Auto auch in Namibia fahren darf (bei Mietwagen-Übernahme unbedingt daran denken).

 
 
 
 

Nach 30 Min. Fahrt durch die hügelige Wüstenlandschaft erreichten wir das Hilton Hotel in Windhoek. Nachdem wir die Koffer abgelegt hatten und unter der Dusche nach der langen Reise wieder Mensch wurden, machten wir uns gegen 17 Uhr auf zu einer kleinen Stadterkundung. Da es Sonntag war, war im Stadtzentrum wenig los. Vorbei an einem kleinen Craft Market (afrikanische Handwerkskunst) direkt neben dem Hotel liefen wir zur nahen Evangelisch-Lutherische Christuskirche, das 1910 eingeweihte Wahrzeichen der Stadt. Daneben ist das Independence Museum, ein 40 Meter hoher, goldener Klotz, der überhaupt nicht in das Stadtbild passt, mit dem Sam-Nujoma-Denkmal (Gründerpräsident Namibias).

 
 
 
 

Das Panorama-Restaurant im Obergeschoss war bereits geschlossen, sodass wir zur angrenzenden Alte Feste liefen. Eine schneeweiße Festung - im 1. Weltkrieg das Hauptquartier der deutschen Truppen. Das Reiterdenkmal im Innenhof sahen wir nicht, da die Alte Feste wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war. Also zurück zum Kreisverkehr an der Evangelisch-Lutherische Christuskirche und von dort zum nahen Prime Minister Office (aus meiner Sicht eher unscheinbar). Interessanter hingegen ist der angrenzende Tintenpalast, der repräsentative Sitz des Parlaments von Namibia – ein großzügiges koloniales Haus aus dem Jahr 1913 mit ebenso großzügigen, angrenzenden Garten.

 
 
 
 

Weiter ging es 500 Meter entlang der Robert Mugabe Avenue 500 Meter zur St. George's Cathedral, die kleineste Kathedrale im südl. Afrika mit Platz für nur 120 Gläubige (kann man sich sparen). Von dort liefen wir hinunter (Windhoek ist teilweise recht hügelig), vorbei an der Turnhalle (ein weiteres koloniales Gebäude aus dem Jahr 1909) zur Independence Av. am Thüringer Hof. Die Independence Av., bzw. ehemalige Kaiserstraße ist die Haupteinkaufsstraße in Windhoek. Wer eine Fußgängerzone o.ä. erwartet liegt falsch, es ist eine ganz normale Straße mit Autoverkehr und einigen Einkaufs- und Verwaltungsgebäuden, die am Sonntag alle geschlossen hatten. Erwähnenswert ist aus meiner Sicht dort lediglich das Gathemann House (altes Kolonial-Genossenschaftliche Haus) mit schöner Fassade.

 
 
 
 
 

Innerhalb der Woche wäre ggf. noch die Post Street Mall interessant, aber wir beließen wir es bei einem Blick auf den Uhrenturm. Nach weiteren 300 Metern schloss sich unser Kreis und wir waren wieder am Windhoek Hilton Hotel. Von dort machten wir zwecks Getränkeversorgung noch einen kleinen Abstecher zu einer nahen Tankstelle, dessen Bierkühlschrank verschlossen war. Denn am Sonntag herrscht in Namibia ein Verkaufsverbot für Alkohol. Aber das sah man an der Tankstelle nicht so genau und öffnete das Schloss, sodass wir neben ein paar Wasser und Cola auch noch 2 Flaschen Bier erhielten. Gegen 19 Uhr waren wir schlussendlich wieder am Hotel und fuhren zur Sky Bar im obersten Stockwerk.

 
 
 
 

Dort sahen wir „last minute“ den Sonnenuntergang und aßen dort zu (für deutsche Verhältnisse) fairen Preisen zu Abend. Dabei lernten wir ein Deutsch / Schweizer Paar kennen, welches ihren Urlaub fast hinter sich hatten und erhielten den ein oder anderen Tipp für unsere bevorstehende Reise. Fazit Windhoek: Die Hauptstadt mit 325.000 Einwohner ist ein Dorf – jede deutsche Kleinstadt hat in Bezug auf Shopping mehr zu bieten. Zwar haben wir jene mit nur 2 Std. im Schnelldurchgang abgehandelt, aber mehr als 4 Std. Zeitbedarf sehe ich dort nicht – selbst wenn man viele Geschäfte beehrt. Die kolonialen Gebäude sind nett anzusehen, was den kurzen Rundgang rechtfertigt – mehr aber auch nicht.

 
 

 

                                                                                                                                                           

 
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