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14.11.2018 - Reisebericht Namibia - Tag 4 - Hoba Meteorit - Otjikotosee, Etosha Park - Fort Namutoni - Game Drive - Etosha Pan Lookout - Naumses - Goas - Noniams - Springbokfontain - Okerfontein

Reiseblog - Fotoblog - Namibia - Etosha Nationalpark - Fort Namutoni Camp

 
 
 
 

Gegen 8.30 Uhr waren wir bereit zur Abreise und bogen auf die D2512 Richtung Osten ab. Es folgten 150 km Piste – mal in mehr, mal in weniger guten Zustand. Auf den Geraden konnte man mit 110 km/h darüber fliegen, aber in den Kurven muss man die Geschwindigkeit verringern, um auf dem Wellblech nicht herausgetragen zu werden. Zwischendurch war das ein oder andere Tor zu öffnen, was auch mal herbeieilende Kinder übernahmen. Nach 50 km Fahrt begegneten uns am Straßenrand der erste Touristen-Mietwagen - bereits zum Reifenwechsel aufgebockt – eine deutliche Warnung für uns. Die Piste führt durch eine trockene, trostlose Landschaft, wo plötzlich im Nirgendwo eine neue Fabrik mit Angestellten-Wohnheimen wie eine Fata-Morgana „auftauchte“.

 
 
 
 

Das große Schild in Mandarin-Schriftzeichen zeugte von Chinesischen Investoren – China ist in Afrika präsent… Wir überquerten nach 2 Std. Fahrt die asphaltierte B8 und fuhren weiter über die staubige D2860. Nach insgesamt 2 Std. 20 Min. Rüttelpiste erreichten wir den Hoba Meteoriten. Wie immer zuerst in dicke Bücher eintragen und 70 NAD = 4,30 EUR Eintritt pro Person zahlen. Dafür sahen wir nach einem kurzen Fußweg den 50-60 Tonnen Metallklotz. Muss man nicht gesehen haben, lag aber auf unserer Route. 10 Min. später waren wir wieder unterwegs Richtung Grootfontein. Dort hatten wir endlich wieder Asphalt unter den Rädern und fuhren 1 Std. nördlich zum Otjikotosee, ein durch den Einsturz eines Holraumes entstandener, vollgelaufener See (wie ein umgedrehter Pils)

 
 
 
 

Dort wurden zum Ende des 1. Weltkrieges Waffen und Munition versenkt, um in die Hände der Feinde zu fallen. Erneut 70 NAD pro Person Eintritt, das dicke Buch vollschreiben… bevor wie den 100 x 150 Meter großen See zu Gesicht bekamen. Muss man auch nicht gesehen haben, aber wenn auf dem Weg liegt…  Es folgen weitere 45 Min. Fahrt über die asphaltierte B1, bis wir den Osteingang / Lindequist Gate vom Etosha Parks gegen 13 Uhr erreichten. Auch hier wurde wieder registriert und kassiert (340 NAD = 21 EUR für 2 Tage Nationalpark-Eintritt). Zudem mussten wir eine Liste mit Verhaltensregeln im Park durchlesen und unterschreiben, u.a. dass wir niemals im Park aus dem Auto aussteigen  (außer in den Camps und eingezäunten Toilettenanlagen).

 
 
 
 

Es folgten 11 km schnurgerade Asphalt-Straße mit ersten Springbock Sichtungen – wofür man später nicht mehr anhält, zum vorab gebuchten Zimmer im Fort Namutoni. An der Rezeption wieder die umständliche Registrierung und nach Hinterlegung von 500 NAD Kaution erhielten wir den Schlüssel. Wir fuhren kurz zu unserer Unterkunft um die Koffer abzulegen und machten uns aber alsbald wieder auf den Weg. Zuvor noch ein kurzer Stopp am Camp-Supermarkt, wo wir uns eine Etosha-Straßenkarte mit div. Erklärungen zu den Tieren kaufen, welche uns gute Dienste geleistet hat. Unser erster Weg führte uns über die Etosha-Hauptstraße (natürlich Piste – aber gut zu befahren) 1 Std. 10 Min. zum Etosha-Pan-Lookout.

 
 

 
 

Auf dem Weg begegneten wir Springbock-, Elanantilopen,- Oryx-. Gnu- und Zerbra Herden – meinst nah der Piste. Der Etosha-Pan-Lookout ist eine 4 km Stichstraße auf der riesigen, 120 km x 55 km großen Salzpfanne. Dort erreichten wir mit 44 Grad Celsius unseren Namibia-Temperatur-Höhepunkt. Im Grunde sieht man auf der Salzpfanne nichts, außer einer endlosen, grau weißen Ebene. Zurück auf der Hauptstraße fuhren in Richtung unseres Camps diverse Wasserlöcher ab. So z. B. Naumses, Goas, Noniams, Baitia Fountain Springbokfontain, Okerfontein, Ngobib und Kalkheuwel. Wo man wann welches Tier sichtet ist Glücksache, weshalb ich hier nicht um Detail darauf eingehe, wo wir welches Tier gesehen haben (wüsste ich eh nicht mehr zu 100%).

 
 
 
 
 

Jedenfalls sind die mal mehr, mal weniger langen Stichstraßen und Rundwege abseits der Hauptpiste hinsichtlich der Pistenqualität teilweise übel. Dort ist absolute Vorsicht, bzw. Adlerauge angesagt – mehr als 30 km/h würde ich hier nicht empfehlen, um ggf. noch bremsen zu können. Jedenfalls sahen wir auf unserer 2 ½ Std. Wasserloch Rundtour zu den zuvor schon beschriebenen Tieren noch Springböcke (öfters), Hyänen, Giraffen (an 2 verschiedenen Wasserlöchern) und einen einzelnen, einsamen Elefanten. Die Tier-Frequentierung an den Wasserlöchern ist höchst unterschiedlich, an 70% der Wasserstellen war überhauptkein Tier anwesend, an anderen sogar mehrere Gattungen gleichzeitig.

 
 
 
 

Am meisten beeindruckend an diesem Tage fand ich die Giraffen, welche sich keine 5 Meter von unserem Mietwagen entfernt die Blätter der Baumwipfel schmecken ließen. Um 18.45 Uhr waren wir wieder zurück in unserer Unterkunft, (Fort Namutoni), da dort um 19 Uhr zum Sonnenuntergang die Tore geschlossen werden. Vermutlich lässt man niemanden draußen mit den Löwen alleine, aber die Strafe wollten wir nicht unbedingt zahlen. Nach dem Ablegen unserer Sachen liefen wir umgehend zum Wasserloch (keine 100 Meter von unserer Unterkunft), aber dort war nichts los (zumindest in Bezug auf tierische Besucher).

 
 
 
 

Wir verweilten an der Reetdach-Hütte mit Sitzgelegenheiten für den Sonnenuntergang und liefen von dort direkt zum Restaurant. Dort wurde für 25 EUR pro Person ein reichhaltiges Buffet angeboten – diesmal mit Fleisch von der Elanantilope. Es wurde ein großes Lagerfeuer angezündet (bei abendlichen 35 Grad Celsius ???), wobei wir den Tag Revue passieren ließen. Gegen 21 Uhr liefen wir unserer Unterkunft, mit kleinem Schlenker zum Wasserloch. Dort waren zwar 50 Leute versammelt, aber keine Tiere. Also gingen wir früh zu Bett, denn einen Fernseher gab es nicht im Zimmer.

 
 

 

                                                                                                                                                           

 
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