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24.11.2018 - Reisebericht Namibia - Tag 14 - Kalkrand - Windhoek Flughafen - Embraer-ERJ 135 - Westair Aviation - Victoria Falls Airport

Reiseblog - Fotoblog - Simbabwe - Victoria Falls - Victoria Falls Safari Lodge

 
 

 
 

Um 9.00 Uhr hieß es Abschied nehmen von der Teufelskrallen Tented Lodge. Vorher frühstückten wir noch am Pool und machten uns auf dem Weg zum Flughafen von Windhoek. Wir folgten wieder 2 Std. der bestens asphaltieren B 1 durch die Kalahari-Wüste und fuhren ca. alle 50 km durch eine kleine Ortschaft. Auf den letzten Kilometern wurde die Landschaft gebirgiger und kurz vor Windhoek kreuzten plötzlich Affen die Fahrbahn. Dann in den Talkessel von Windhoek hinein, wo wir von unserem Google-Maps-Navi direkt zum Flughafen geleitet wurden. Auf halber Strecke zum Flughafen fragten wir an dem Kontrollpunkt, ob am Flughafen eine Tankstelle wäre.

 
 
 
 

Der Polizist verneinte dies (stelle sich später als Falschinformation heraus), worauf wir wieder 20 km zurück nach Windhoek fuhren. Die Tankwarte erkannten, dass wir auf dem Heimweg nach Europa sind (naja, nicht ganz) und fragten uns höflich, ob wir noch Wasser und etwas zu Essen übrighätten. Ja, hatten wir. Dann im zweiten Versuch zum Flughafen, den wir gegen 12 Uhr erreichten. Die Mietwagen-Rückgabe unseres treuen Renault Dusters (ja, Renault, nicht Dacia wie in Deutschland), der auf den schlechten Pisten viel mitmachen musste verlief schnell und problemlos. Anschließend im Terminal waren die Koffer am Air Namibia Schalter schnell abgegeben.

 
 
 
 

Dann „zogen“ wir am Geldautomaten Namibia Dollar, um diese am Schalter in US-Dollar einzutauschen. Denn der USD Geldautomat in Simbabwe am Flughafen funktioniert nicht zuverlässig und wegen des Visums benötigen wir USD. Vor Ort stellte sich aber heraus, dass der Automat am Victoria Falls Airport funktionierte, aber hinterher ist man ja immer schlauer. Dann ging es zur Sicherheitskontrolle am Flughafen in Windhoek, wo eigentlich nur ca. 30 Leute vor uns waren. Trotzdem dauerte es 30 Min. bis wir an der Reihe waren, trotz 4 geöffneter Kontroll-Linien. Wie schon bei der Einreise stelle ich mir die Frage was die machen, wenn ein großer Airbus A330 mit 230 Passagieren abfliegt.

 
 
 
 

Im Warteraum vor den Gates war es voll, denn es flogen innerhalb einer Stunde 4 Maschinen ab (davon 2 nach Johannesburg). Der Flughafen kann im Allgemeinen mal einen neuen Anstrich gebrauchen, irgendwie alles alt, klein und muffig. Letztlich verzögerte unser Boarding, bzw. der Abflug noch 30 Min. und um 14:15 Uhr liefen wir gut 500 Meter über das Vorfeld zu unserem Flieger. Auf dem Weg wurde ich vom Sicherheitspersonal zum Abschied aus Namibia nochmal deutlich zurechtgewiesen, dass das Fotografieren auf dem Vorfeld strengstens verboten ist – ok von mir aus… Auf der hintersten Parkposition stand dann unsere Embraer 135 von Westair Aviation, ein kleines Düsenflugzeug mit nur 37 Passagier-Sitzplätzen.

 
 

 
 

Der Flug war kaum zur Hälfte gebucht und endlich um 14.45 Uhr starteten wir unserem letzten Ziel, dem Victoria Falls Airport in Simbabwe entgegen. Wir flogen quer über Botswana über die endlose Savanne, alles was wir am Boden sahen war ein endloses grün oder rostbraun - keine Häuser oder Siedlungen. Auf dem kurzen Flug erhielten wir sogar ein vollwertiges Essen (richtig lecker!) und es gab mehrere Getränkerunden. Nach 1 Std. 15 Min. Flugzeit landeten wir in auf dem Victoria Falls Airport, parkten auf dem Vorfeld uns waren gleich überrascht von dem modernen Flughafen. Überall wird erzählt das Land sei pleite, Hyperinflation, Versorgungsengpässe und dann ein so moderner Flughafen?

 
 
 
 

Über das Vorfeld liefen wir in das auch innen sehr moderne Terminal-Gebäude und stellten uns an der Immigration an. Nachdem wir jeder USD 50 Eintritt bezahlt hatten, erhielten wir das KAZA-Visum (für Simbabwe und Sambia – nur Simbabwe kostete 30 USD), ein paar Stempel in den Pass und waren im Simbabwe eingereist. Unsere Koffer warteten bereits auf uns, genauso wie der Fahrer vom vorab gebuchten Victoria Falls Safari Club Hotel. Das Flughafengebäude verlassen, merkten wir, dass es hier nicht nur sehr heiß war (das war es in Namibia auch), sondern zudem auch eine enorme Luftfeuchtigkeit. Wir waren die einzigen Fahrgäste des Hoteltransfers und erhielten während der Fahrt diverse Informationen über Land und Leute.

 
 
 
 

Der Minibus war früher mal in Japan zugelassen, davon zeugte noch das eingebaute Navi mit japanischen Schriftzeichen. Da der Fahrer nett war fragte ich doch gleich mal, ob er am Supermarkt anhalten würde (konnte er), da dort die Getränke bedeutend preiswerter sind als im Hotel sind (wir bedankten uns entsprechend beim Fahrer $$$). Gegen 17.30 Uhr waren wie schließlich im Hotel. Kurz die Koffer auf unser Zimmer abgelegt, erkundeten wir das Hotel. Außerhalb des Ortes Victoria Falls auf einer Anhöhe gelegen, beginnt gleich hinter dem Hotel die Wildnis und auch ein Wasserloch für Großwild-Beobachtungen ist in Sichtweite. Dort nahmen wir erstmal einen Sundowner zu uns und nicht viel später auch das Abendessen.

 
 
 
 

Das Hotel war absolut klasse, im afrikanischen, offenen Stil mit viel Holz über mehrere Etagen und Rieddach. Die Speisekarte war leicht gehobenes westliches Niveau, man darf dabei gar nicht darüber nachdenken, wie weit man damit von der inländischen Versorgungs-Situation entfernt war. Auch so sehr bemühtes Personal habe ich noch nie erlebt, absolut klasse.  Nach dem Essen gingen wir an die Bar, da man von dort das Wasserloch sehen konnte, aber leider kam den Abend kein Großwild vorbei. Dafür aber Abermillionen von Mücken (Victoria Falls ist Malaria Gebiet), weshalb wir schließlich auch auf unser Zimmer gingen und in der Dunkelheit (um keine Mücken anzulocken) auf dem Balkon noch einen Absacker tranken.

 
 

  

                                                                                                                                                         

 
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