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16.11.2018 - Reisebericht Namibia - Tag 6 - Damaraland - Vingerklip Lodge - Eagle´s Nest - - Vingerklip Walk - Ugab Terrace Lodge

Reiseblog - Fotoblog - Namibia - Damaraland - Vingerklip Lodge

 
 
 
 

Nach einer fürchterlich heißen Nacht bei Tiefsttemperaturen von 30 Grad Celsius ohne Klimaanlage frühstückten wir gegen 8.30 Uhr in aller Ruhe. Anschließend begaben wir uns auf die kurze Wanderung zum Vingerklip. Der ca. 35 Meter hoher Fels-Finger steht einsam, verlassen in der Landschaft und ist auch für nicht Lodge-Gäste (gegen Bezahlung von $$$ am Tor) zugänglich. Wir liefen den Fußweg etwa 20 Min. durch die Wüsten-Landschaft mit vereinzelten Sträuchern am Wegesrand zu unserem Ziel. Man kommt aber mit dem Auto bedeutend näher an den Vingerklip heran, wenn man etwas an den Füßen hat oder sonst wie gegen Laufen ist. Final liefen wir noch einen kleinen Hügel hinauf und waren direkt unter dem Vingerklip. Leicht erhöht hatten wir einen schönen Blick auf die Landschaft und ruhten uns im Schatten aus.

 
 
 
 

Als schließlich andere Besucher kamen und wir den Vingerklip teilen mussten, liefen wir zu unserer Lodge zurück, bzw. direkt zur Hotelbar. Denn mittlerweile (noch vor 11 Uhr) waren es bereits 37 Grad Celsius und 1 Liter Wasser für die Wanderung war viel zu wenig. Die menschlichen Wasservorräte wieder aufgefüllt, fuhren wir 15 Min. zur nahen Ugab Terrace Lodge. Jene hatten wir nämlich am Vortag vom Eagles Nest (Abendessen) als Lichtpunkt in der Entfernung gesehen. Also zuerst die hervorragend ausgebaute Piste durch das weite Tal und schließlich eine extrem Steile Auffahrt auf den Bergrücken hinauf, wofür ich zum ersten Mal in diesem Urlaub den 4-WD einschaltete. Von dort oben sahen wir den Vingerklip aus ca. 5 km Entfernung, als auch die namensgebende Felsnase Ugab Terrace.

 
 
 
 

Die Tafelberge sieht man von dort kaum, weil jene einfach zu weit weg sind – also klarer Standortvorteil für die Vingerklip Lodge. Die Übernachtungs-Hütten der Ugab Terrace Lodge wirkten auch bedeutend einfacher (ohne jene von innen gesehen zu haben). Zu der Anlage gehört noch ein Pool, bzw. Mehrere, untereinander terrassenförmig angelegt, welche bestimmt unter viel Mühen in die hügelige Landschaft auf dem Bergrücken „eingebaut“ wurden. Letztlich gibt es dort noch eine der längen Zip-Lines der Welt mit 880 Metern Länge, welche über ein Tal auf den nächsten Hügel gespannt ist. Abgesehen davon dass jene nur morgens geöffnet ist, war mir dies zu aufregend. Also setzten wir uns an die Bar mit Blick auf die Landschaft und unterhielten uns mit der Barkeeperin über Land und Leute.

 
 
 
 

Nach ca. 1 Std. begaben wir uns auf den Rückweg zu unserer Vingerklip Lodge – mit dem Wissen damit die bessere Wahl getroffen zu haben. Die kommenden 3 bis 4 Std. verbrachten wir am Pool. Hauptsächlich an jenem mit Blickrichtung Tafelberge (also der Andere im Gegensatz zum Vortag), da jener näher zur Bar ist = WIFI Empfang. Folglich bestand die Zeit aus online Zeitung lesen und die Vögel zu beobachten, welche am Pool Wasser tranken. Zwischendurch bewegte ich mich zum Großen Pool mit Blickrichtung Vingerklip / Ugab Terrace, da man dort besser schwimmen kann. Gegen 15 Uhr begann das Wetter zu wechseln, erst zogen immer mehr Wolken auf und später sahen wir 2 km entfernt eine „Wasserwand aus den Wolken fallen“.

 
 

 
 

Dabei donnerte es und vereinzelte Tropfen durch den mittlerweile sehr stürmischen Wind störten unser Pool-Relaxing. Mittlerweile war es schon 17 Uhr, sodass wir zurück zu unserer Hütte gingen. Ich sah mir das Naturschauspiel des Gewitters in der Wüste mit den nahen Tafelbergen im Hintergrund von unserer Terrasse an – wunderschön. Gegen 18.30 Uhr starteten wir wieder unseren Spaziergang hinauf zum Eagles Nest, dem Restaurant oben auf der ca. 150 meter hohen Felsnase Ugab Terrace. Wieder hinauf entlang der Serpentinen und schließlich das Treppengerüst, bis wir nach 20 Min. oben waren. Trotz des Gewitters hatte es kaum abgekühlt – es waren immer noch 35 Grad Celsius. Entgegen der 7 Gäste am Vortag war es diesmal im Eagles Nest mit 25 Gästen voll bis auf den letzten Platz – hauptsächlich eine deutschsprachige Busgruppe mit Rentnern.

 
 
 
 
 

Deshalb war es leider auf der 50 Meter vom Restaurant entfernten Aussichtsplattform (an der vorderen Spitze der Felsnase) sehr voll, aber wegen der Wolken fand der Sonnenuntergang nur eingeschränkt statt - da hatten wir am Vortag richtig Glück gehabt. Wir erfreuten uns an dem großen Salat und Beilagen Buffet und den gegenüber dem Vortag wechselnden Fleisch-Wildsorten. Der Koch und Kellner unterhielt die Gäste mit seiner fröhlichen Art wieder hervorragend, sodass wir schließlich als letzte Gäste das Eagles Nest gegen 21 Uhr verließen. Warum die meisten Gäste nach dem letzten Bissen im Mund sofort wieder hinuntergehen habe ich bis heute nicht verstanden. Schließlich lernten wir an der Lodge-Bar noch ein Paar aus Österreich kennen, mit denen wir uns noch eine Weile unterhielten, bis wir gegen 23 Uhr ins Bett gingen.

 
 

  

                                                                                                                                                         

 
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