Woche 2

 

 
 
 
 

Wie es zum Ende des Jahres schon mal passiert, hat man noch ein paar Tage Resturlaub und diese zu Hause zu verbringen wäre (mir) zu langweilig. Deshalb habe ich mir eine kleine Tour aus Billigflügen in den Nahen Osten und den Balkan zusammengebaut. Durchschnittspreis pro Flug 37 EUR inkl. Handgepäck. Am Abreisetag verließ ich um 10 Uhr die Heimat und ließ mich zum Düsseldorfer Flughafen fahren. Nach der gut frequentierten Sicherheitskontrolle, welche ich 15 Min. später auch hinter mir ließ, folgte die Passkontrolle, woraufhin ich noch 30 Min. bis zum Boarding hatte. Der Airbus A320 landete pünktlich in Düsseldorf, sodass um 12 Uhr das Boarding begann und wir pünktlich um 12.30 Uhr bei Regenwetter starteten.

 
 
 
 

Da Sitzplatz-Buchungen ja mittlerweile bei fast jeder Fluggesellschaft Aufpreis kosten, ließ ich den Zufall entscheiden und fand mich in der Mitte einer 3´er Herrenreihe wieder. Da die letzte Flugzeug-Reihe komplett leer war, zog ich nach dem Kommando „Boarding Completed“ einfach um und hatte fortan sogar einen Fensterplatz. Der Flug über Deutschland, Österreich und dem Balkan dauerte insgesamt 2 Std. 45 Min. und war bis auf kleinen Wolkenlücken über Serbien und final über Istanbul durchgehend bewölkt. Da wir den Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen auf der asiatischen Seite anflogen, sah man, auf der linken Seite sitzend, die Stadt Istanbul, wenn auch nur aus der Ferne.

 
 
 
 

Beim Sonnenuntergang um 16:30 Uhr landeten wir und wurden anschließend mit dem Bus zum Terminal gefahren. Somit waren wir 1 Std. zu früh in Istanbul und meine Transferzeit auf 4 ½ Std. angewachsen (wenn man es nicht braucht…). Ich lief durch das internationale Terminal und aß bei Subway zu Abend. Ich suchte nach kostenlosem WIFI (leider negativ, selbst bei Burger King nicht), sodass ich mir final 2 Std. Internet für ca. 3 EUR kaufte. Auch fiel mir auf, dass die Waren in den Duty Free Shops ausschließlich in Euro ausgezeichnet waren, an die heimische türkische Lira war man nicht interessiert. Irgendwann war es endlich 21 Uhr und das Boarding für den zweiten Flug nach Kuwait begann.

 
 
 

 

 

Da außer mir nur Araber anstanden, kam ich mir ziemlich „begafft“ vor, nach dem Motto: was sucht der denn hier. Beim Boarding wurde auch gleich geprüft, ob mein Handgepäck-Koffer auch nicht mehr als die erlaubten 8 kg wog. Natürlich hatte ich 12 kg, aber holte meine Kamera raus, eine Flasche Cola und wollte gerade noch einen Pullover anziehen, als die Dame erkannte, dass hier doch nichts zu verdienen ist. Erneut fuhr uns ein Bus zur Boeing 737-800 und pünktlich um 21:30 Uhr waren wir startbereit. Aber irgendein Blödmann hat einen Koffer eingecheckt und war nicht zum Boarding erschienen. Also erst mal 15 Min. gewartet und schließlich den Koffer wieder ausgeladen, was zusammen eine Stunde dauerte.

 
 
 
 

Schließlich starteten wir und flogen 3 Std. 15 Min. durch die dunkle Nacht, immer schön um Syrien herum, wovon ich 2 Std. schlief. Nur sehr vereinzelt war am Boden Licht, bzw. kleine Dörfer erkennbar. Der Anflug war recht „wackelig“, da wir durch eine dichte Wolkendecke flogen. Um 1:45 Uhr landeten wir endlich in Kuwait und parkten direkt neben einem Lufthansa Airbus A330. Nach kurzem Weg erreichte ich die Immigration, wo ich mir an einem von drei verfügbaren Geldautomaten 35 Kuwait Dinar = 105 EUR „zog“. Daneben ist ein Automat, um sich für 3 KWD einen Visum-Aufkleber zu kaufen. An einem weiteren Automaten (direkt daneben) zieht man sich eine Nummer wie in Deutschland auf dem Amt.

 
 
 
 

Dann füllt man noch einen Einreisezettel aus und geht (wenn die richtige Nummer aufgerufen wird, was in meinem Fall 20 Min. dauerte) zum Schalter zu einem Beamten. Der Fragt nur nach dem Grund des Aufenthaltes und ob man schon mal in Kuwait war und schon ist man im Land. Im Ankunftsbereich war selbst um 2:30 Uhr viel los und der Sixt-Mietwagenschalter nach einmaligem Nachfragen auch gefunden (war nicht dort, wo alle anderen Mietwagenschalter sind, sondern im Untergeschoss). Leider war der Wagen noch nicht gewaschen, was weitere 10 Min. in Anspruch nahm. Es folgte eine penible Fahrzeug-Übergabe mit detaillierter Suche nach vermeintlichen Vorschäden. Um 3 Uhr war ich dann auch endlich mit dem kleinen Kia Rio unterwegs Richtung Hotel, welches ich bei 23 Grad Außentemperatur (Mitte Dezember!!!) nach 30 Min. Fahrt um 3.30 Uhr endlich erreichte.

 
 

 

 

                                                           

 

                                                                                                                                                 
 
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