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19.11.2019 - Reisebericht Japan - Tag 11 - Kyoto - Tenryuji Temple - Arashiyama Bambuswald - Sogenchi Garden - Kinkaku-ji (goldener Pavillon) - Gion-Schrein / Yasaka-Schrein - Gion Viertel - Teramachi Street

Reiseblog - Fotoblog - Japan - Kyoto-  ENSO ANGO TOMI

   
 
 
 
 

Nach dem Frühstück im 19. Stock des Osaka Marriott Hotels, welches keinerlei Wünsche offenließ, checkten wir aus und fuhren mit dem Aufzug hinunter zur U-Bahn. Denn heute waren wir in Kyoto mit einem ehemaligen, japanischen Arbeitskollegen von Doro verabredet. Eigentlich hatten wir geplant mit der Osaka Loop Line erst bis Osaka Station zu fahren und von dort mit der Tokaido-Sanyo Line weiter nach Kyoto. Aber wie es der Zufall wollte stand auf unserem Bahngleis ein Expresszug, der ohne Umsteigen nach Kyoto fuhr. Also nichts wie rein und 30 Min. später waren wir schon am Bahnhof von Kyoto. Da unsere Abholer nicht damit gerechnet haben, dass wir so früh in Kyoto sind, fuhren wir mit der U-Bahn Karasuma Line noch 2 Stationen bis Shijo Station und liefen die restlichen 10 Min. zum ENSO ANGO TOMI I Hotel.

 
 
 
 

Unterwegs kam uns Dongcheng (der Ex-Arbeitskollege) bereits entgegen und nach einer herzlichen Begrüßung und der Erkenntnis, dass wir so früh noch nicht im Hotel einchecken konnten, begannen wir unsere geführte Kyoto Besichtigungstour. Mit einem kleinen Suzuki Auto fuhr uns Dongcheng ´s Frau gut 30 Min. nördlich und parkte am Katsura Fluss, der eingerahmt von leicht hügeliger Landschaft und herbstlich, bunt gefärbten Bäumen war. Wir liefen 15 Min., vorbei am Tenryuji Temple und einer belebten Straße mit zahlreichen Souvenirgeschäften zumr Arashiyama Bamboo Grove, dem Bambuswald. Auf einem leicht ansteigenden, asphaltierten Fußweg liefen wir etwa 300 Meter, bis wir links abbogen wo sich der Wald die kommenden 200 Meter noch fortsetzte.

 
 

 
 

Die geschätzt 30 Meter hohen Bäume stehen dicht beieinander und sind wirklich sehenswert. Nur war wegen der Laubfärbung leider Hauptsaison und der Weg voller Touristen (wie an einem Samstag vor Weihnachten auf der Fußgängerzone einer deutschen Großstadt). Von dort liefen wir wieder zurück von wo wir gekommen waren und aßen im Restaurant des Suiran, a Luxury Collection Hotel zu Mittag. Traditionell japanisch essen in einem traditionell japanischen Ambiente, mit insgesamt 5 Gängen – einfach wow! Anschließend liefen wir zum buddhistischen Tenryuji Temple mit dem Sogenchi Garden. Im 13. JH Wohnsitz eines japanischen Kaisers und mittlerweile UNESCO Weltkulturerbe.

 
 

 
 

Besonders hervorzuheben ist der Garten mit dem großen Teich und den penibel geschnittenen Bäumen, der angeblich beruhigend wirken soll. Dann wieder zurück zum Auto und in 20 Min. Fahrt zum anderen Ende der Stadt zum Kinkaku-ji (goldener Pavillon). Das Postkartenmotiv Kyoto´s ist (wie zu erwarten) ein buddhistischer Tempel, dessen obere beiden Stockwerke komplett mit Blattgold überzogen sind. Schön im Grünen gelegen mit einem See davor – einfach idyllisch. Mittlerweile war es schon 17 Uhr und Dongcheng, bzw. seine Frau fuhren uns zurück in das Stadtzentrum von Kyoto und setzte uns am Gion-Schrein (auch Yasaka-Schrein genannt) ab. Ich habe in Gesprächen viel über Japan erfahren können, was mir sonst für immer unverständlich geblieben wäre.

 
 

 

 
 

Wir betraten die Anlage durch ein großes Eingangstor und liefen direkt zu den im Jahr 656 erbauten, bestimmt 20 Meter hohen Schrein, mit den Hauptfarben orange und weiß. Zu frühabendlicher Stunde liefen dort wieder viele Japanerinnen in traditionellen Kimono-Gewändern herum und ließen sich fotografieren. Auch waren auf dem Weg zu dem Tempel zahlreiche, kleine „Fress-Stände“. Wir waren aber aufgrund des opulenten Mittagessens immer noch satt, sodass wir jene ignorierten. Nach Verlassen des Schreins wurde es dunkel und wir liefen die Hauptstraße Shijo-dori in Richtung des Flusses Kamo. Die Straße ist die Haupt-Verkehrsader in dem alten, traditionellen Stadtteil Goin, mit zahlreichen Geschäften, Restaurants und Hotels

 
 

 
 

So auch ein Ladenlokal welches ausschließlich aus Automaten (ähnlich unseren Kaugummiautomaten) besteht, wo irgendwelche Figuren herauskommen – merkwürdiges Japan. Schließlich bogen wir in eine der Seitenstraßen ab, mit seinen maximal 2-stöckigen Holzhäusern im traditionell japanischen Stil. Dort beehrten wir das Hard Rock Cafe im Rahmen eines T-Shirt Kaufs. Nach einigen kreuz und quer laufen durch den alten Stadtteil verließen wir das Gion-Viertel und liefen hinüber auf die andere Flussseite, wo sich das moderne Kyoto befindet. Dort folgten wir der Straße Hauptstraße Shijo-dori weiter, vorbei an den für Japan üblichen, riesigen Shopping-Malls.

 
 

 
 

Nach 350 Metern entdeckten wir eher durch Zufall die Teramachi Street, eine für Japan ebenfalls typische, überdachte Shopping-Straße mit zahlreichen kleinen Läden. Wieder der übliche „Krimskrams“, von kleinen Modeläden über kleinen Supermärken und allerlei China-Importware. Auffallend für uns war dort nur ein Waffenladen, obwohl Waffen in Japan noch strenger reglementiert werden als in Deutschland. Auch „gerieten“ wir auf der Teramachi Street in eine Umfrage, dessen Ziel es war herauszubekommen, wie in anderen Ländern mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften umgegangen wird. Gegen 20.30 Uhr waren wir schließlich wieder zurück in unserem Hotel, wo ich mich abschließend noch um die zuvor gekaufte Tüte Chips mit Fisch-Geschmack kümmerte.

 
 

                                                                                                                                                      

 
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