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20.11.2016 - Reisebericht Südamerika 2016 - Tag 11 -  Lagunas Miscant, Lagunas Meñiques, Toconao, Nationalreservat Los Flamencos, Laguna Chaxa, Turbu Calamar

Reiseblog - Fotoblog - Südamerika - Chile - Calamar - Park Hotel Calamar

 
 
 
 

Heute standen wir um 6 Uhr auf, um 30 Min. später vor dem Hotel wieder von Whipala Expedition abgeholt zu werden. Denn heute stand die Fahrt in das Hochland, die Lagunas Altiplanicas Tour an. Nachdem alle Teilnehmer eingesammelt waren, fuhren wir um 6.45 Uhr über die Ruta 23 in Richtung Paso Sico nach Argentinien. Nach 1 ½ Std. Fahrt erreichten wir den Abzweig und fuhren über eine kurze Schotterpiste zu einer Hütte, wo auch schon der Bergsee Lagunas Miscant zu sehen war. Die Landschaft ist einfach unglaublich, der azurblaue See auf 4.200 Meter Höhe, eingerahmt vom 5.910 Meter hohen Vulkan Miñiques  und dem 5.850 Meter hohen Vulkan Cordón de Puntas Negras. Umgeben von grau, schwarzer Vulkanasche auf der kleine Büsche wuchsen und da der See jahreszeitlich bedingt größer und kleiner wird, einen Salzrand um das gesamte Ufer.

 
 
 
 

Zudem waren alle Farben so intensiv, vermutlich wegen der Höhe. Nach einem ersten Foto-Rausch war das Frühstück bereitet, denn unser Lunch-Paket vom Hotel gab nicht viel her. Gesättigt liefen wir über einen mit Steinen markierten Weg nahe des Ufers einen großen Bogen wieder zurück zur Straße, wo wir vom Tourguide mit dem Auto wieder eingesammelt wurden. Von dort fuhren wir 1-1,5 km zum nächsten, kleineren Bergsee, dem Lagunas Meñiques vor ähnlich beeindruckender Kulisse. Von dort fuhren wir die Ruta 23 wieder hinunter Richtung San Pedro bis zum Ort Toconao. Ein kleiner Ort mit Lehmziegeln und einer Kirche, in dem mitten in der Wüste mit dem wenigen Schmelzwasser aus den Bergen in kleiner Form Landwirtschaft betrieben wird.

 
 
 
 

Nach 15 Min. ging es über einen Schotterweg weiter zur Laguna Chaxa im Nationalreservat Los Flamencos. Nach Zahlung von 5.500 Peso Eintritt = 7,80 Euro p.P. liefen wir einen von kleinen Steinen gekennzeichneten Weg entlang, zu deren Rechten und Linken hypersaline Teiche sind. Mit anderen Worten ein knöcheltiefer Teich, dessen Salzgehalt das Tote Meer in den Schatten stellt. Dazu ein paar kleine, von Salzkrusten ummantelte Steine  oder in den nicht von Wasser bedeckten Bereichen eine komplette Salzschicht. Das Ganze auf einer flachen Ebene mit den fast 6.000 Meter hohen Vulkanen im Hintergrund. Im Wasser stehen Flamingos und stochern mit ihren Schnäbeln im Wasser, teilweise sogar in bester fotografischer Nähe bis zu 10 Meter vom Weg entfernt.

 
 
 
 

Dort hielten wir uns gut eine Stunde auf, bevor wir mit dem Auto zu unserem letzten Besichtigungspunkt fuhren, einer Kirche nahe San Pedro, dessen Tür aus Kakteenholz ist (ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt). Um 14 Uhr wurden wir am Hotel abgesetzt, wo wir unsere Koffer packten, diese an der Rezeption deponierten und zum letzten Mal in San Pedro in das Restaurant am Markplatz gingen. Zurück am Hotel fuhren wir um 16 Uhr mit dem vorbestellten Taxi für 3.000 Peso = 4,20 Euro zum Busbahnhof von San Pedro, denn die Tortur mit den Koffern über die nicht gepflasterten Straßen wollten wir uns nicht ein zweites Mal antun. Nach 20 Min. Wartezeit (sogar kostenloses WIFI gab es im Busterminal) fuhr auch der Bus der Firma Turbus vor und nachdem unsere Koffer verladen waren, ging es auch schon los.

 
 
 
 

Kaum San Pedro verlassen, wurden die Fahrkarten kontrolliert und der Reaktion des Kontrolleurs zu entnehmen stimmte mit unserem Online Ausdruck etwas nicht. Aber da wir ja kein spanisch sprechen, werden wir nie erfahren was. Des Busses verwiesen wurden wir jedenfalls nicht. Über die Ruta 23 kletterte der Bus von 2.400 Meter bis auf 3.500 Meter durch eine noch trockenere Gegend, in der nicht mal mehr vereinzelte Sträucher am Wegesrand wuchsen. Nach 1 Std. 20 Min. Fahrzeit, erreichten wir das Busterminal von Calamar und fuhren von dort mit dem Taxi für 5.000 Peso = 7,10 Euro weiter zu zum Park Hotel Calamar nahe des Flughafens. Entgegen unserer Erwartungen war das Hotel richtig schick, so was hatten wir seit Rio de Janeiro nicht mehr gesehen.

 
 
 
 

Modern mit gepflegten Pool im Innenhof und einem Buffet, wie es auch hätte in einem deutschen 4-Sterne Hotel hätte sein können. Wie wir später feststellten, kommt dort das Management der nahen, riesigen Tagebau Kupfermienen unter und auch so mancher Testfahrer von VW und Audi, die in der trockenen Höhe ihre Runden drehen. Mir war schon in der Atacamawüste ein etwas verlängerter Auto Q5 mit deutschen Kennzeichen aufgefallen, was ich aber als Fata Morgana schnell wieder verwarf. Hinter dem Hotel war hinter einem großen Tor ein Zelt aufgebaut, in dem so mancher Volkswagen und Auto mit deutschem WOB, BS oder IN Kennzeichen stand. Da das Hotel 3 km vom Stadtzentrum entfernt ist, machte es keinen Sinn mehr uns dieses genauer anzusehen. Wegen der rauen Sitten der Bergarbeiter wird davon bei Dunkelheit sowieso abgeraten. Wir verbrachten den Abend an der Bar, lernten dort ein Ehepaar aus Baden Württemberg kennen und unterhielten uns bis 22 Uhr über unsere Reiseerlebnisse in Südamerika.

 
 
 
 

                                                       

 

                                                                                              

                                                                                                                                                                                 

 
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