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Die Wolken begleiteten uns über die gesamte Dauer der 3 Std.
Flugzeit von El Calafate zum Stadtflughafen Buenos Aires-Jorge
Newbery, sodass es nichts zu sehen gab. Also hielt ich ein kurzes
Schläfchen, denn das frühe Aufstehen bekommt mir nicht. Auf ca.
1.000 Meter durchbrachen wir beim Anflug die Wolkendecke und sahen
die dichte Bebauung der 13 Millionen Einwohner Stadt Buenos Aires
und das Stadion des Clubs Atlético River Plate. Sogar 30 Min. vor
Plan landeten wir, rollten auf eine Außenposition, von wo aus wir mit
dem Bus zum Terminal fuhren. Da der Jorge Newbery Flughafen fast im
Stadtzentrum und entsprechend beengt ist, stapelten sich die
Flugzeuge. Das Flughafengebäude war alt und wegen der vielen
Flugbewegungen sehr voll. |
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Nachdem wir unsere Koffer hatten, besuchten wir den Foodcourt, wo
wir zu Mittag aßen. Dabei wurde klar, warum der Pilot es so eilig
hatte, denn es begann ein 4-stündiger Dauerregen, bei dem in
Deutschland der Notstand ausgerufen würde. Folglich florierte das
Geschäft der Taxifahrer und als wir nach 20 Min. an der Reihe waren,
stelle sich heraus, dass unser Taxifahrer fließend deutsch spricht,
da sein Vater nach dem Krieg nach Argentinien ausgewandert war. Er
war nett und gesprächig, sodass wir viel über die Hauptstadt erfuhren.
Eher zufällig sah ich unterwegs das Hardrock Cafe, worauf ich bat
kurz anzuhalten. Somit war der Kauf des obligatorischen T-Shirts
erledigt. Für 300 Peso = 18 Euro fuhren wir zum Hotel Tango de Mayo,
an der Av. de Mayo, keine 250 Meter vom Nationalkongress entfernt. |
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Hierbei arrangierten wir mit dem Taxifahrer die Flughafenfahrt für
den folgenden Tag. Um 14 Uhr waren wir bereit für die
Stadterkundung, aber es regnete dermaßen (inkl. kräftigem Wind),
sodass wir einen Plan B benötigten. An der Rezeption verwies man uns
auf die Galerías Pacífico, aber wegen dem Wetter war kein Taxi
verfügbar. Zudem warnte man uns eindringlich vor Taschendieben
(passiert ist uns aber nichts). Die Spiegelreflex-Kamera in eine
Plastiktüte vom Supermarkt um die Ecke versteckt und mit unserem
Mini-Schirm im Schutz der Häuserwände entlang der 1,3 km langen
Prachtstraße Av. de Mayo. Die Häuser in alter Bausubstanz und
renovierten Fassaden, die große Allee der Stadt, welche den
Argentinischen Nationalkongress mit dem Casa Rosada, dem
argentinischen Präsidentenpalast verbindet. |
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Dann weiter über die 16-spurige Av. 9 de Julio, die breiteste Straße
der Welt, mit dem Obelisk von Buenos Aires und einem Hochhaus mit
Evita Peron Bildnis auf der Fassade. Wegen dem quer fallenden Regen
die Straße schnell überquert, liefen wir die Av. de Mayo weiter, bis
links die Calle Florida abzweigt. Da die Bebauung hoch und die
Straße schmal ist, war der Regen erträglich. Die Calle Florida ist
eine Einkaufsstraße wie in jeder Großstadt der Welt (außer Santiago
de Chile) mit den üblichen Geschäften. Doro sah sich das ein oder
andere Modegeschäft genauer an, was mich bei dem Regen wenig störte.
In jedem Geschäft bekam man vor Betreten einen Plastik-Überzieher
für den Schirm, damit es nicht tropft – nette Idee. |
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Schließlich erreichten wir die Galerías Pacífico, eine luxuriöse
Einkaufspassage mit 150 Geschäften auf 3 Etagen, wie sie auch auf
der Düsseldorfer Königsallee hätte sein können. Dort verweilten wir
die kommenden 30 Min. und setzten unseren Weg auf der Av. Córdoba in
Richtung der modernen Büro-Wolkenkratzer fort. Es folgte ein kurzer
Stopp in einem Straßencafé mit Überdachung, in dessen Verlauf
der Regen nachließ. Also weiter über die Av. Córdoba zum Puerto
Madero, einem ehemaligen Hafengebiet, welches zum modernen Büro- und
Verwaltungszentrum geworden ist mit teuren Restaurants am Ufer. Dort
ist auch die Puente de la Mujer, eine moderne Fußgängerbrücke und
das moderne Wahrzeichen der Stadt. |
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Mittlerweile hatte der Regen
aufgehört und wir liefen entlang des Ufers, wo die alten Kräne
stehen um auf die Vergangenheit dieses Viertels zu erinnern,
landeinwärts zur Casa Rosada, dem Präsidentenpalast. Von dort eine
Kurve vorbei am von außen pompösen Kulturzentrum Kirchner mit
großer Konzerthalle und Kulturgalerie. Von dort wieder zur Rückseite
des Präsidentenpalasts auf den Plaza de Mayo. Dem angrenzend sind
die Kathedrale von Buenos Aires, das Alte Rathaus, die Nationalbank
und weitere Häuser mit kolonialer Fassade. Von dort liefen wir die Av. de Mayo zurück von wo wir gekommen waren und stießen auf eine
Schwulen- und Lesbenparade mit schräg anmutenden Gestalten und
lauter Musik auf den Wagen. |
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Kurzum, wir sind mitten in eine
große Party geraten, die vom Präsidentenpalast zum Nationalkongress
zog. Wir sahen uns das Schauspiel mit Belustigung an und liefen
dabei zum Präsidentenpalst, wo große Bühnen für die finale
Kundgebung aufgebaut waren. Um 19 Uhr liefen wir zurück zum nahen
Hotel und sortierten unsere Koffer für den morgigen Heimflug nach
Europa. Um 20 Uhr suchten wir uns ein Lokal zum Abendessen in der
nahen Umgebung, wo wir sogar mit Euro bezahlen konnten. Anschließend
setzten wir uns auf der Av. de Mayo auf die Außenterrasse eines
Restaurants, denn trotz des Wetters war es den ganzen Tag nicht
unter 25 Grad Celsius. Um 23 Uhr gingen wir schließlich zurück zu
unserem Hotel. |
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