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25.11.2016 - Reisebericht Südamerika 2016 - Tag 17 -  Flug El Calafate - Buenos Aires Jorge Newbery, Av. de Mayo, Av. 9 de Julio, Calle Florida, Galerías Pacífico, Puerto Madero, Puente de la Mujer, Casa Rosada

Reiseblog - Fotoblog - Südamerika - Argentinien - Buenos Aires - Hotel Tango de Majo

 
 
 
 

Um 5.30 Uhr klingelte wieder der Wecker und nach einem kleinen Frühstück (das Hostel ist auf frühe Abreisen eingestellt) ließen wir uns für 6.30 Uhr ein Taxi bestellen. Der Fahrer fuhr wie ein Irrer in 15 Min. zum Flughafen. Verkehr war kaum auf den Straßen, aber die Kurven-Physik gilt genauso für ihn. Am Check In des kleinen Flughafens warteten wir 20 Min. und checkten überraschend bei einem deutschsprechenden Mitarbeiter der LAN Argentinia ein. Für 8 Euro Aufpreis p.P. gönnten wir uns einen der vorderen Plätze mit mehr Sitzplatzabstand. Das Boarding begann schon 45 Min. vor Abflug, sodass wir direkt in die Boeing 737 einstiegen. Da wir scheinbar vollzählig waren, starteten wir 20 Min. früher, flogen einen 180 Grad Bogen zurück über den Flughafen und durchbrachen dabei nach 5 Min. die Wolkendecke.

 
 
 
 

Die Wolken begleiteten uns über die gesamte Dauer der 3 Std. Flugzeit von El Calafate zum Stadtflughafen Buenos Aires-Jorge Newbery, sodass es nichts zu sehen gab. Also hielt ich ein kurzes Schläfchen, denn das frühe Aufstehen bekommt mir nicht. Auf ca. 1.000 Meter durchbrachen wir beim Anflug die Wolkendecke und sahen die dichte Bebauung der 13 Millionen Einwohner Stadt Buenos Aires und das Stadion des Clubs Atlético River Plate. Sogar 30 Min. vor Plan landeten wir, fuhren auf eine Außenposition, von wo aus wir mit dem Bus zum Terminal fuhren. Da der Jorge Newbery Flughafen fast im Stadtzentrum und entsprechend beengt ist, stapelten sich die Flugzeuge. Das Flughafengebäude war alt und wegen der vielen Flugbewegungen sehr voll.

 
 
 
 

Nachdem wir unsere Koffer hatten, besuchten wir den Foodcourt, wo wir zu Mittag aßen. Dabei wurde klar, warum der Pilot es so eilig hatte, denn es begann ein 4-stündiger Dauerregen, bei dem in Deutschland der Notstand ausgerufen hätte. Folglich florierte das Geschäft der Taxifahrer und als wir nach 20 Min. an der Reihe waren, stelle sich heraus, dass unser Taxifahrer fließend deutsch spricht, da sein Vater nach dem Krieg nach Argentinien ausgewandert war. Er nett und gesprächig, sodass wir viel über die Hauptstadt erfuhren. Eher zufällig sah ich unterwegs das Hardrock Cafe, worauf ich bat kurz anzuhalten. Somit was der Kauf des obligatorischen T-Shirts erledigt. Für 300 Peso = 18 Euro fuhren wir zum Hotel Tango de Mayo, an der Av. de Mayo, keine 250 Meter von Nationalkongress entfernt.

 
 
 
 

Hierbei arrangierten wir mit dem Taxifahrer die Flughafenfahrt für den folgenden Tag. Um 14 Uhr waren wir bereit für die Stadterkundung, aber es regnete dermaßen (inkl. kräftigem Wind), sodass wir einen Plan B benötigten. An der Rezeption verwies man uns auf die Galerías Pacífico, aber wegen dem Wetter war kein Taxi verfügbar. Zudem warte man uns eindringlich vor Taschendieben (passiert ist uns aber nichts). Die Spiegelreflex-Kamera in eine Plastiktüte vom Supermarkt um die Ecke versteckt und mit unserem Mini-Schirm im Schutz der Häuserwände entlang der 1,3 km langen Prachtstraße Av. de Mayo. Die Häuser in alter Bausubstanz und renovierten Fassaden, die große Allee der Stadt, welche den Argentinischen Nationalkongress mit dem Casa Rosada, dem argentinischen Präsidentenpalast verbindet.

 
 
 
 

Dann weiter über die 16-spurige Av. 9 de Julio die breiteste Straße der Welt mit dem Obelisk von Buenos Aires und einem Hochhaus mit Evita Peron Bildnis auf der Fassade. Wegen dem quer fallenden Regen die Straße schnell überquert, liefen wir die Av. de Mayo weiter, bis links die Calle Florida abzweigt. Da die Bebauung hoch und die Straße schmal ist, war der Regen erträglich. Die Calle Florida ist eine Einkaufsstraße wie in jeder Großstadt der Welt (außer Santiago de Chile) mit den üblichen Geschäften. Doro sah sich das ein oder andere Modegeschäft genauer an, was mich bei dem Regen wenig störte. In jedem Geschäft bekam man vor Betreten einen Plastik-Überzieher für den Schirm, damit es nicht tropft – nette Idee.

 
 
 
 

Schließlich erreichten wir die Galerías Pacífico, eine luxuriöse Einkaufspassage mit 150 Geschäften auf 3 Etagen, wie sie auch auf der Düsseldorfer Königsallee hätte sein können. Dort verweilten wir die kommenden 30 Min. und setzten unseren Weg auf der Av. Córdoba in Richtung der modernen Büro-Wolkenkratzer fort. Es folgte ein kurzer Stopp in einem Straßencafé mit Überdachung ein, in dessen Verlauf der Regen nachließ. Also weiter über die Av. Córdoba zum Puerto Madero, einem ehemaligen Hafengebiet, welches zum modernen Büro- und Verwaltungszentrum geworden ist mit teuren Restaurants am Ufer. Dort ist auch die Puente de la Mujer, eine moderne Fußgängerbrücke und das moderne Wahrzeichen der Stadt.

 
 
  
 

Mittlerweile hatte der Regen aufgehört und wie liefen entlang des Ufers, wo die alten Kräne stehen um auf die Vergangenheit dieses Viertels zu erinnern, landeinwärts zur Casa Rosada, dem Präsidentenpalast. Von dort eine Kurve vorbei am dem von außen pompösen Kulturzentrum Kirchner mit großer Konzerthalle und Kulturgalerie. Von dort wieder zur Rückseite des Präsidentenpalasts auf den Plaza de Mayo. Dem angrenzend sind die Kathedrale von Buenos Aires, das Alte Rathaus, die Nationalbank und weitere Häuser mit kolonialer Fassade. Von dort liefen wir die Av. de Mayo zurück von wo wir gekommen waren und stießen auf eine Schwulen- und Lesbenparade mit schräg anmutenden Gestalten und lauter Musik auf den Wagen.

 
 

 

 

Kurzum, wir sind mitten in eine große Party geraten, die vom Präsidentenpalst zum Nationalkongress zog. Wir sahen uns das Schauspiel mit Belustigung an und liefen dabei zum Präsidentenpalst, wo große Bühnen für die finale Kundgebung aufgebaut waren. Um 19 Uhr liefen wir zurück zum nahen Hotel und sortierten unsere Koffer für den morgigen Heimflug nach Europa. Um 20 Uhr suchten wir uns ein Lokal zum Abendessen in der nahen Umgebung, wo wir sogar mit Euro bezahlen konnten. Anschließend setzten wir uns auf der Av. de Mayo auf die Außenterrasse eines Restaurants, denn trotz des Wetters war es den ganzen Tag nicht unter 25 Grad Celsius. Um 23 Uhr gingen wir schließlich zurück zu unserem Hotel.

 
 
 

                                                             

 

                                                    

                                                                                 

                                                                                                                                                                                 

 
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