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19.11.2017 - Reisebericht Australien - Tag 13 - Kalbarri N.P. - Ross Graham Lookout  - Hawks Head Lookout - Nature´s Window - Natural Bridge Kalbarri - Eagle Gorge Lookout  - Island Rock - Red Bluff Viewpoint

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Da das Restaurant unseres RAC Cervantes Holiday Parks geschlossen hatte, frühstückten ein paar Kekse, die wir am Vortag im Supermarkt gekauft hatten. In Cervantes den Wagen vollgetankt, folgten wir dem Indian Ocean Drive / Route 60, der im später in den Costal Highway 1 übergeht, 225 km bis Geraldton. Eine eintönige Fahrt, am Anfang durch eine Dünenlandschaft, später mit vereinzelten Bäumen und je weiter wir nördlich kamen, endlose, gelbe, verdorrte Felder. Auf dem einspurigen Highway war wenig los und die vereinzelten Ortschaften (keine 5 Häuser) über 50 km voneinander entfernt. Im Vergleich zur Ostküste, die ich vor 12 Jahren besucht habe, ist die Westküste kaum besiedelt (was weiter nördlich noch dünner wurde).

 
 
 
 

Die Landschaft war leicht hügelig, immer geradeaus, alle 10-15 km folgte eine kleine Kurve und max. 110 km/h. In Geraldton, mit ~ 31.000 Einwohnern die einzige Stadt an der Westküste nördlich von Perth, fuhren wir den örtlichen Mc Donalds zum Mittagessen an und tankten den Wagen wieder voll. Dann weiter den Costal Highway 1 weitere 100 km durch eine immer trockener werdende Landschaft. Schließlich bogen wir auf die Ajana-Kalbarri Rd. zum Kalbarri Nationalpark ab. Dort änderte sich das Landschaftsbild, die Erde wurde roter und felsiger und anstelle von Bäumen säumten nur bis zu 1 Meter hohe Büsche den Weg. Nach weiteren 31 km erreichten wir den ausgeschilderten Parkplatz am Ross Graham Lookout im Kalbarri N.P.

 
 
 
 

Vom Parkplatz konnte man schon etwas von der steinigen Schlucht mit rotbraunen Felsen sehen, in dessen Boden der Murchison River fließt. Besser aber war der Blick vom 350 Meter entfernten Aussichtspunkt. Da wir uns nach der langen Fahrt die Beine vertreten wollten, liefen wir 500 Meter über einen steinigen, steilen Pfad hinunter zum wenig Wasser führenden Murchison River mit ein paar schattenspendende Bäumen am Ufer (bei wieder 32 Grad sehr willkommen). Zurück am Auto fuhren wir 5 km zum nächsten Viewpoint, dem Hawks Head Lookout. Auch dort sieht man nach 200 Meter Fußweg aus ca. 250 Metern Höhe in die Schlucht, da aber an einer Kurve der Schlucht ist, ist der Ausblick besser.

 
 
 
 

Eine ziemlich trockene Gegend die mich sehr an den Grand Canyon erinnerte, nur bedeutend kleiner. Am Hawks Head ist sich auch ein Felsvorsprung, das Fotomotiv Nr. 2 im Park.  Wir fuhren zurück zur Ajana-Kalbarri Rd., folgten jener 25 km westlich, um dann auf eine anfangs noch asphaltierte Straße abzubiegen, die kurz darauf zur gut zu befahrenen Piste wurde. Durch das Hinterland des Parks erreichten wir nach weiteren 27 km den Trail zur Hauptattraktion des Parks, den Nature´s Window. Wie auch an den anderen Viewpoints hat man auch hier einen schönen, seitlichen Blick auf die Schlucht und den Murchison River. Wir liefen entlang dem erst noch asphaltierten Weg, der im weiteren Verlauf zum Trampelpfad und am Ende etwas zur Kletterpartie wurde, 500 Meter (alle Angaben one way) zum Nature´s Window, einen kleinen, roten Arch.

 
 
 
 

Auf einen Felsvorsprung setzten wir uns und genossen die schöne Landschaft des Kalbarri N.P. Den letzten Aussichtspunkt, 6 km vom Nature´s Window entfernt, den Z-Bend, schenkten ließen wir aus, da wir letztlich immer auf die gleiche Schlucht sehen und wir in Kalbarri noch Zeit für die Steilküste haben wollten. Zurück auf die Ajana-Kalbarri Rd., fuhren wir  14 km bis zum Ort Kalbarri, unserem Tagesziel. Eigentlich wollten wir unterwegs noch den Meanarra Hill Lookout besichtigen, aber die Straße dorthin war gesperrt. Wir bezogen unser vorab reserviertes Zimmer in dem Kalbarri Seafront Villas und erlebten den Unterkunfts-Tiefpunkt unserer Reise (ein Motel Kellerverlies das so sauber war, wie man es sich bei einem Verlies vorstellt).

 
 
 
 

Kurz die Koffer abgestellt, fuhren wir vorbei an der wunderschönen Sandstrand-Bucht in Kalbarri, 12 km den George Grey Drive bis zum ausgeschilderten Abzweig zur Natural Bridge Kalbarri. Ein Felsbogen der oben noch mit der Küste verbunden ist, aber unten auf einer Höhe von ca. 15 Metern von den Wellen ausgespült wurde – das Postkartenmotiv der Küste. Im Kalbarri N.P. hatten wir noch 32 Grad, dort an der Küste wehte bestimmt Windstärke 8, was es fast wieder angenehm machte. Von dort 1 km weiter zum Island Rock, ein alleinstehender, vom Meer umspülter und nicht mehr mit dem Festland verbundener Felsbrocken von ca. 25 Metern Höhe. Dann wieder zurück zum George Grey Drive, 2,7 km nach Norden und am der Ausschilderung zum Eagle Gorge Lookout auf eine Stichstraße abgebogen.

 
 
 
 

Aufgrund der exponierten Lage kann man von dort einen großen Abschnitt der Steilküste und auch die Bucht als Ganzes überblicken. Es gibt zwar noch die Viewpoints Pot Alley, Rainbow Valley und Mushroom Rock welche wir aber ausließen, denn irgendwie sieht die Steilküste ja von dort auch nicht anders aus. Die Steilküste nördlich von Ort Kalbarri ist wunderschön, geschätzte 100 Meter hoch, mit beige-gelben, rötlichen und grauen Felsen und sehr zerklüftet. Wir fuhren 5 Min. zurück nach Kalbarri und kehrten in einem Restaurant an der Hauptstraße ein. Dort mussten wir 5 Min. warten, bis um 18 Uhr an der Theke essen bestellt werden konnte. Nachdem wir die Pizza aufgegessen hatten, fuhren wir noch schnell zum Red Bluff Viewpoint am südlichen Ende der Steilküste, da dort der Sonnenuntergang am schönsten sein soll.

 
 
 
 

Es war ein Aussichtspunkt wie jeder andere – warum dieser beim Sonnenuntergang so sehr empfohlen wird, kann ich im Nachhinein nicht nachvollziehen. Jedenfalls aber ging die Sonne diesen Abend unter und um 19 Uhr waren wir wieder in unserem Kellerloch, der Kalbarri Seafront Villas. Nachdem das Internet nach 50 MB Verbrauch abgeklemmt wurde, gingen wir früh zu Bett.

 
 
  

  

                                                                                                                                                               

 
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