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16.11.2017 - Reisebericht Australien - Tag 9 - Kakadu N.P. - Nourlangie Rock - Nawurlandja Lookout - Yellow Waters - Warradjan Cultural Centre - Gimbat Road - Gunlom Waterfall - Nitmiluk N.P. - Edith Falls

Reiseblog - Fotoblog - Australien - Northern Territory - Pine Creek - Pine Creek Railway Resort

 
 
 
 

Nach einem sparsamen Frühstück im Mercure Kakadu Crocodile Hotel verließen wir unsere Bleibe gegen 9 Uhr. Wir folgten dem Kakadu Highway 21 km nach Süden und bogen am Hinweisschild zum Nourlangie Rock auf eine kleine, asphaltiere Straße ab, der wir 12 km folgten. Kaum das Auto verlassen, folgten uns wieder die Fliegen und fanden an allen Körperöffnungen Gefallen. Wir liefen einen kleinen Pfad zum Nourlangie Rock, ignorierten den ersten Abzweig und liefen den Zweiten zur Incline Gallery. Wie schon am Vortag waren unter dem Felsüberhang Felsmalereien. Über einem Steg liefen wir entlang weiterer sehr gut erhaltener Malereien zur Anbangbang Gally zum Abzweig zum Gunwarddehwarde Lookout.

 
 
 
 

Ein Pfad führte durch das Dickicht des Regenwaldes steil bergauf und nach 10 Min. schweißtreibenden Aufstieg (es waren wie immer im Kakadu N.P. 33 Grad und 99% Luftfeuchtigkeit) hatten wir einen herrlichen Ausblick auf den endlosen Regenwald und die nahen Felsen mit den Malereien unter uns. Ob man nun die Felszeichnungen mag oder nicht, alleine der Aufstieg und der Ausblick war der Weg wert. Nach insgesamt 1 Std. waren wir zurück am Fahrzeug, fuhren 12 km zurück zum Kakadu Hwy. und folgten diesen weiter nach Südwesten. Der nächste Stopp folgte nach 9,5 km am Mirrai Lookout. Ein Drive In, bei dem man auf ein im November bereits geflutetes Überschwemmungsgebiet mit Mangrovenbäumen schaut – nichts wirklich Spektakuläres.

 
 
 
 

Nach weiteren 24 km auf dem Kakadu Hwy. bogen wir auf die Stichstraße nach Yellow Waters ab. Vom Parkplatz ist es ein kurzer Spaziergang zum Bootsanleger von dem Boote (was sonst) über ein großes Feuchtgebiet mit teilweise hohem Gras und Mangrovenwälder fahren. Als wir ankamen legte gerade ein Boot ab, aber da wir schon die Krokodil-Tour am Vortag gemacht hatten, hatten wir die Yellow Waters Tour auch nicht vorgesehen. Über einem ca. 300 Meter langen Steg aus Stahl liefen entlang dem Rand des Feuchtgebietes und hatten einen guten Blick diese besondere Landschaft. Zurück am Auto fuhren wir zurück, aber immer noch auf der Stichstraße zum nahen Warradjan Cultural Centre.

 
 
 
 

In dem Visitors Center wird viel über die Kultur der Aborigines erzählt, deren Leben im Einklang mit der Natur und die frühere Besiedlung des heutigen Kakadu N.P. - lohnenswert. Von dort wieder zurück auf der Kakadu Hwy., vorbei an zahlreichen, bis 3 Meter hohen Termitenhügeln, folgten wir dem Hwy. 47 km bis zum Abzweig zur Gimbat Rd. Da noch die Übergangszeit zur Wet Season war, war die nicht asphaltierte, rote Piste noch geöffnet. Denn es waren 2 kleine Flüsse zu durchqueren, die in der Regenzeit anschwellen und dann unpassierbar sind. Anfangs war die Piste eine breite Autobahn, auf der man mit 70 km/h über die Querrillen flog. Später aber wurde es schmaler und kurviger, sodass man nur noch 20 km/h über die Rillen fuhr und meinte das Auto würde auseinanderfallen.

 
 
 
 

Nach 30 km Piste erreichten wir den asphaltierten Parkplatz des Gunlom Waterfall Creek mit angrenzendem Campingplatz. Dann noch 150 Meter Fußweg und wir erreichten den Wasserfall-Aussichtspunkt, unser Highlight des Tages. Vom felsigen Sandsteinplateau fällt das Wasser des Upper Alligator River über mehrere Stufen 168 Meter in einen malerischen Pool. Eine Bilderbuch-Landschaft, weshalb dort Teile von Crocodile Dundee gedreht wurden. Man kann auf einem Pfad zur Wasserfall-Kante hinaufsteigen, aber 37 Grad Celsius und der schlimmste, dauerhafte Fliegen Angriff hielten uns davon ab. Eigentlich Voraussetzungen um in dem Pool zu baden, aber Krokodil-Warnschilder und einen ebenso wie ich zweifelnden, jungen Touristen ob das eine gute Idee wäre, ließen mich und auch ihn auch auf das Bad verzichten.

 
 
 
 

Also fuhren wir nach 30 Min. Aufenthalt zurück über die Piste zum Kakadu Hwy. Obwohl die Gimbat Rd. als 4WD Piste ausgeschildert ist, würde ich jene (zumindest bei unserem Besuch) mit einem 2 WD fahren, wenn auch wegen der mangelnden Bodenfreiheit etwas vorsichtiger. Wieder auf dem Kakadu Hwy., fuhren auf jenem den Nationalpark-Ausgang entgegen und nach insgesamt 72 km (vom Gimbat Rd. Abzweig aus) erreichten wir unser Tagesziel, den Ort Pine Creek. Dort checkten wir im Pine Creek Railway Resort Hotel ein. Da es erst 17 Uhr war, beschlossen wir kurzfristig zu den Edith Falls zu fahren. Dazu folgten wir 47 km den Stuart Hwy. (den wir schon im Outback nach Alice Springs gefahren sind) und bogen dann auf die asphaltierte Edith Falls Rd. ab, die in den Nitmiluk N.P. führt und nach 19 km (vom Stuart Hwy. Abzweig aus) zu den Edith Falls.

 
 
 
 

Schon als wir Pine Creek verließen sah es schwer nach Regen aus, aber das „tut“ es im November am Nachmittag dort immer und es ist ein Lotteriespiel, wo der Himmel seine Schleusen öffnet. Leider an diesem Tag genau über den Edith Falls. Also den stärksten Regen im Auto abgewartet und im leichten Tröpfeln ca. 300 Meter zu den Edith Falls gelaufen. Der Wasserfall ist klein und enttäuschend, aber die Szenerie mit dem Pool, eingerahmt von Sandstein Felsen mit Eukalyptus Bäumen und Palmen hat schon was. Hier hätte sich die 2,6 km Wanderung zu den Upper Pools angeboten, aber da es schon nach 18 Uhr war, haben wir uns für den Heimweg entschieden. Beim Verlassen des Parkplatzes begegneten wir einem einsamen Känguru, dem einzigen welchen wir lebendig in freier Natur in unserem Urlaub begegnet sind.

 
 
 
 

Leider haben wir in diesem Tag zu viel „hineingepackt“ und den interessanten Teil des Kakadu N.P. nur sehr oberflächlich gesehen. Ein weiterer Tag wäre hier sehr sinnvoll gewesen. Auf der anderen Seite wussten wir aber nicht, ob die zahlreichen 4 WD Straßen wegen der nahenden Regenzeit noch geöffnet sind… Um 19.15 Uhr waren wir wieder in Pine Creek und liefen zum Restaurant/Dorfkneipe gegenüber unserem Hotel. Dort aßen wir zu Abend und nachdem ein erneuter, starker Regenschauer mit Blitz und Donner herniederging, liefen wir gegen 21 Uhr zurück zu unserem Hotel.

 
 
  

  

                                                                                                                                                               

 
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